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Sparte Segelflug / Motorsegler
Das sind wir –
die Sparte Segelflug / Motorsegler
In der Sparte Segelflug/ Motorsegler (SF/ MoSe) gehen wir vor allem dem motorlosen Flug nach – sicherlich die sportlichste, aber auch die schönste Art der Fliegerei. Durch geschickte Beobachtung und Kenntnis des Wetters können wir uns mit modernen Fluggeräten viele Stunden in der Luft halten und dabei mehrere hundert Kilometer weit fliegen.
Für die Navigation setzen wir heute neben den klassischen Werkzeugen wie Kompass und Karte auch moderne Satellitennavigation (GPS) ein.
Unsere Sportgeräte –
die Flugzeuge
Der Sparte steht ein ausgewogener Flugzeugpark von Schulungs- und Leistungsflugzeugen zur Verfügung. Im Einzelnen sind das:
- Grob Twin II, Kunststoff Doppelsitzer für die Schulung
- DG 500 Trainer, Kunststoff Doppelsitzer für Strecken- und Kunstflug
- LS 4 a, Kunststoff Einsitzer für Schulung und Streckenflug
- LS 4, Kunststoff Einsitzer für Streckenflug
Um die Segelflieger in die Luft zu bringen, verwenden wir eine Robin DR 400.
Außerdem wird diese auch zur Motorflugschulung und für Rund- und Reiseflüge genutzt.
Zusätzlich verfügt die Sparte auch noch über einen Scheibe SF 25 C-Falke Motorsegler.
Der Motorsegler ist eine günstige Alternative zum Motorfliegen und vermittelt ein ähnliches Fluggefühl wie in einem Segelflugzeug.
Der Motorsegler wird ebenfalls zur Schulung sowie für Rund- und Reiseflüge verwendet.
Faszination lautloses Fliegen –
warum wir unseren Sport so lieben
Es mag auf den ersten Blick nicht den Anschein haben – aber Segelfliegen ist ein Mannschaftssport.
Das fängt beim Ausräumen der Flugzeuge aus der Halle an. Da in der Fliegerei großer Wert auf Sicherheit gelegt wird, prüfen wir dann gemeinsam jedes Flugzeug vor dem ersten Start des Tages.
Beim Startvorgang werden Pilot und Flugzeug auf die Bahn geschoben, jemand muss das Seil von der Schleppmaschine holen und einklinken. Bis der Segler genug Auftrieb hat, um die Flächen horizontal zu halten muss ein Fliegerkamerad die ersten Meter an der Fläche mitlaufen.
Nicht zu vergessen sind natürlich der Schlepppilot, der uns hoch zieht und der Flugleiter, der den Flugverkehr in Flugplatznähe koordiniert. Erst dann können wir in der Luft den lautlosen Flug genießen.
Und sogar beim Streckenflug ist Teamgeist gefordert. In Zusammenspiel mit anderen Flugzeugen lassen sich am schnellsten die besten Bärte (so nennen wir Segelflieger thermikbedingte Aufwinde) finden.
Auch nach Abschluss des Segelflugbetriebs endet die Gemeinsamkeit häufig nicht mit dem Putzen und Einräumen der Maschinen - dann wird der Grill angeheizt und zusammen klingt der Abend gemütlich aus.
Fliegen –
ein Sport für´s ganze Jahr
Geflogen wird bei uns von April bis Oktober, immer an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen - wenn das Wetter es zulässt. Wer den Segelflugschein hat, kann auch unter der Woche fliegen.
Zusätzlich gibt es immer wieder Fluglager an verschiedenen Orten im In- und Ausland. Auch die Teilnahme an Wettbewerben ist mit den Vereinsflugzeugen möglich.
Die Wintermonate werden dazu genutzt, um zum einen die Segelflugzeuge zu warten. D.h. sie werden zerlegt, geputzt, kontrolliert usw.
Zum anderen ist dies auch die Zeit, in der die Flugschüler den theoretischen Teil der Ausbildung absolvieren.
Wie werde ich Segelflieger -
die Ausbildung
In der Sparte SF/ MoSe ist die Ausbildung zum Segelflugzeugführer und die Umschulung auf den Motorsegler möglich.
Drei erfahrene Fluglehrer führen die Schulung ehrenamtlich durch.
Geschult wird in der Regel jeden Samstag, Sonntag und an den Feiertagen im Sommerhalbjahr.
Mit der Ausbildung kann prinzipiell jeder anfangen, der mindestens 14 Jahre alt ist und die so genannte flugmedizinische Tauglichkeit hat.
Die Ausbildung ist in drei Phasen aufgeteilt.
In der ersten Phase fliegt der Flugschüler immer mit einem Fluglehrer im Doppelsitzer und lernt so, das Flugzeug richtig und vor allem sicher zu beherrschen.
In der zweiten Phase, die mit dem ersten Alleinflug beginnt, bleibt der Fluglehrer am Boden und der Flugschüler absolviert seine Flüge allein. Diese Phase wird mit einem mindestens 50 km langen Überlandflug abgeschlossen.
In der dritten und letzten Phase wird der Flugschüler dann explizit auf die Prüfung vorbereitet.
Begleitend zu der praktischen Flugausbildung wird auch der Theorieunterricht absolviert. Dieser umfasst die Themen: Luftrecht, Navigation, Meteorologie, Aerodynamik, Technik, menschliches Leistungsvermögen, Verhalten in besonderen Fällen und das Funksprechzeugnis.
Weitergehende Informationen über die Vorraussetzungen, die Kosten und den Ablauf einer Segelflugausbildung könnt Ihr der Seite Flugausbildung entnehmen.
Sicherheit im Flugbetrieb
In regelmäßigen Abständen, die vom Alter des Piloten abhängen, werden wir vom Fliegerarzt gründlich durchgecheckt, um unsere Flugtauglichkeit feststellen zu lassen.
Um die Zulässigkeit unserer Flugzeugflotte kümmert sich ein amtlicher Prüfer im Rahmen der vorgeschriebenen Jahresnachprüfung.
Auch die beim Segelflug mitgeführten Fallschirme werden in festen Intervallen gepackt, geprüft und zudem, wenn ihre Zeit abgelaufen ist, durch nagelneue Geräte ersetzt.
Täglich wird jedes Flugzeug vor Aufnahme des Flugbetriebes von den Verantwortlichen einer systematischen Prüfung unterzogen. Bevor es dann losgeht werden, direkt vor dem Start, nochmal alle wichtigen Punkte gemäß Klarliste abgeprüft.
NEU: Wir haben im Frühjahr 2007 unsere komplette Flugzeugflotte mit dem Kollisionswarngerät FLARM ausgerüstet, die Finanzierung erfolgte aus privaten Mitteln.
Dieses Gerät warnt vor drohenden Zusammenstößen mit anderen Luftfahrzeugen, die ebenfalls mit FLARM ausgestattet sind. Einen Überblick auf die Funktionen von FLARM, könnt Ihr als *.pdf-Datei laden.
Weitere Fragen
Sicherlich konnte diese Broschüre nicht alle Ihre Fragen beantworten. Unter 'Kontakt' finden Sie unsere eMail-Adresse.
Oder kommen Sie einfach an einem Wochenende bzw. Feiertag zum Flugplatz Schenkenturm und informieren sich direkt am Segelflugstartwagen, je nach Wind in Richtung Würzburg oder Veitshöchheim.

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