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Würzburg fliegt 100 Jahre Luftfahrt in Würzburg 1905 bis 2005
Jubiläums-Flugplatzfest am Schenkenturm
1905, knapp zwei Jahre nach dem ersten Motorflug der Gebrüder Wright, gründete Karl Hackstetter in Würzburg den ‘Fränkischen Verein für Luftfahrt’, Anlaß genug für den Flugsportclub Würzburg, dieses 100-jährige Jubiläum am 25. und 26. Juni mit einem großartigen Programm zu begehen.
Bei der Eröffnung des Fliegerfestes konnte Heinz Gräf, der 1. Vorsitzende des FSCW, unter den vielen Gästen auch zwei Enkel von Karl Hackstetter begrüßen, Jan und Rene Hackstetter,
die von Kanada aus angereist waren. Danach wurde am Fluplatzrand der ‘Etrich-Stein’ enthüllt. Igo Etrich war ein Flupionier der Frühzeit der Luftfahrt und Konstrukteur der ‘Etrich-Taube’ (‘Rumplertaube’). Und dieser Flugpionier stammt aus Würzburgs Patenstadt Trautenau.
Bunte Oldtimer waren in der Luft und am Boden zu bewundern, zwei Zlin 526 boten im Formationsflug atemberaubende Akrobatik, u.a. den Spiegelflug. Eine Zlin 226 und ein Pilatus P 3 sorgten mit Soloprogrammen für Nervenkitzel. Dem standen Segelflugzeuge nicht nach. Der originalgetreu nachgebaute Habicht malte mit roten Rauchfahnen Kunstflugfiguren in den Himmel und auch die wendige Lo 100 ließ manchem Zuschauer den Atem stocken.
Die Fallschirmgruppe ‘Fallschirmspringen Franken’ zeigte spektakuläre Sprünge. Wiederholt verließen die Springer die Absetzmaschine, wenn diese gerade einen Looping flog. Mehrfach starteten auch motor- und düsengetriebene Modelle, die an Wendigkeit und Vielfalt ihre ‘ausgewachsenen’ Konkurrenten z.T. übertrafen. Besonders auffallend war der 8-jährige Robin Streicher, der wie ein alter Hase seine Extra 330 L mit 2,60 m Spannweite zu erstaunlichen Kunstflugfiguren steuerte. Sein Handwerk hat er vom Vater gelernt, der den Jet ‘Skywalker’ mit 350 km/h mit verwegenen Manövern über den Platz jagte.
Auch für die mehr als 5000 Gäste gab es die Möglichkeit aktiv zu werden. An beiden Tagen starteten zahlreiche Motorflugzeuge zu Gästeflügen, darunter die Antonov 2, der weltgrößte
Einmot-Doppeldecker. Und die Fallschirmspringer nahmen immer wieder Mutige zum sicheren Tandemflug mit, darunter nicht wenige Frauen.
Auch am Boden war allerhand los. Ein bimmelndes Karussel drehte sich fast pausenlos mit
Kindern, die an einem Stand unter Anleitung auch einfache Modelle basteln konnten. Ein Clou unter anderen: die MainPostLogistik fotografierte Gäste, die ihr Konterfei mit Flugzeug als Briefmarken bestellen konnten, die für diesen Postdienst verwendet werden. Heinz Gräf, erster Vorstand des FSCW, wertete den Ablauf des Festes, das ohne Störungen ablief, als vollen Erfolg und dankte den vielen engagierten Helfern.
Autor: Dr. Hilmar Beck
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