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VereinsgeschichteDie auf diesen Seiten geschriebene Vereinsgeschichte ist ein Auszug aus dem Buch Das Buch beschreibt die Kapitel der Luftfahrt, welche sich in und um Würzburg ereignet haben. Dies beginnt mit den geplanten, aber aus unglücklichen Umständen nie stattgefundenen Ballonstarts in der Zeit um die Jahrhundertwende, die Gründungszeit des Fränkischen Vereins für Luftfahrt, die Gründung der Fliegerschule in Würzburg und den Beginn des Segelflugs zwischen den beiden Weltkriegen, bis hin zur Gründung unseres Vereins im Jahr 1950 und dessen Entwicklung bis 1990. Der Flugsport-Club Würzburg e.V. von 1950 bis heuteSeite 1 von 3 Im Jahr 1948 wurde die ‘Interessengemeinschaft für Modell- und Segelflug’ gegründet, die 1950 in Flugsport-Club Würzburg e.V. umbenannt wurde. Am 30. September 1950 fand die Gründungsversammlung im Hotel ‘Franziskaner’ statt. Noch immer war aber das Fliegen sowie der Besitz von Segelflugzeugen durch die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges verboten. In der Presse verglich man den Flugsport-Club mit einem Gesangverein, der nicht singen dürfe. Nachdem im August 1950 auf der Wasserkuppe in der Rhön der ‘Deutsche Aero-Club’ ins Leben gerufen worden war, schossen nun allerorts die Luftsportvereine wie Pilze aus dem Boden. Auf der Wasserkuppe trafen sich schon seit Kriegsende die Flugsportler zum Todestag des Flugpioniers Otto Lilienthal und berieten in geheimen Treffen, wie man den Flugsport im Nachkriegsdeutschland wiederbeleben könnte. Am 20. April 1951 wurde in den Abendnachrichten des Rundfunks bekanntgegeben, daß die alliierten Hochkommissare das Verbot des Segelfluges aufheben wollten und daß ab sofort unter folgenden Voraussetzungen geflogen werden dürfe: Motorloser Segelflug mit ein- und zweisitzigen Segelflugzeugen mit einem Fluggewicht bis 500 Kilogramm und einer Spannweite bis zu 20 Metern. Mit neuem Mut und viel Enthusiasmus wurden nun in Würzburg die alten Vorkriegs-Baupläne studiert, und man entschloß sich, den altbewährten Schulgleiter ‘SG 38’ neu zu bauen. Unter Federführung des 1. Vorstandes Toni Endres wurde in der Pestalozzi-Schule, wo der FSCW seine neue Werkstatt hatte, mit dem Bau begonnen. 1952 konnte bereits der Start zum Jungfernflug erfolgen. Noch schneller als die Würzburger Flugsportler waren die Kameraden aus Karlstadt gewesen. Ihr 1. Vorstand Richard Koch konnte aus der Schweiz einen ‘S 18 Karpf-Zögling’ beschaffen, und so konnten sie als erster Verein in Unterfranken mit dem Fliegen beginnen. Die Freude war groß, als auch die Würzburger ihre ersten ‘Nachkriegshopser’ auf dem ‘S 18’ machen durften. Dafür gebührt den Karlstadter Kameraden noch heute ein herzlicher Dank. Ein schwarzer Tag für den Jungen Flugsport-Club war der 11. Mai 1952. Der Würzburger Gottfried Demar startete mit dem ‘Karpf-Zögling’ zu einem Übungsflug und stürzte ab. Bis heute ist dies der einzige tödliche Unfall, den die Würzburger Segelflieger zu beklagen haben. Nachdem der eigene Schulgleiter ‘SG 38’ fertig war, flog der Flugsport-Club vorübergehend in Obereisenheim am Main. Unter dem rührigen Fluglehrer Georg (‘Schorsch’) Hartbauer wurde bald der Wunsch laut, sich ein doppelsitziges Schulflugzeug anzuschaffen. So wurde schließlich eine ‘Mü 13 E’ bei der Firma ‘Scheibe Flugzeugbau’ GmbH’ in Dachau zum Preis von 7000 Mark gekauft. Diese für den noch jungen Verein fast unerschwingliche Summe konnte dank des einfallsreichen 3. Vorsitzenden Fritz Ohlenschlager durch viele Spenden und viel Eigeninitative beschafft werden. Ende 1952 konnte mit der ‘Mü 13 E’ zum Erstflug gestartet werden. Am 31. Mai 1953 wurde die ‘Mü 13 E’ auf dem Residenzplatz auf den Namen ‘Marienberg’ getauft.
Mit diesem modernen Schulflugzeug begann für den FSCW der Einstieg in den Leistungssegelflug. Schon im Herbst 1955 konnte der erste Leistungs-Einsitzer ‘L-Spatz 55’ gekauft werden. Die Finanzierung in Höhe von 6500 Mark wurde wieder über Spenden und Bürgschaften ermöglicht, die zum größten Teil vom späteren 1. Vorstand Dr. Oskar Geißler organisiert worden waren. Da nun das Fluggelände in Obereisenheim zu klein wurde, mußte ein anderer Flugplatz gefunden werden. 1954 bauten die Amerikaner als Ersatz für den alten Flugplatz am Galgenberg den Flugplatz auf dem Schenkenfeld. Eine Genehmigung zur Mitbenutzung für zivilen Flugbetrieb war zunächst nicht zu bekommen. Vorübergehend wurde in der Nähe des Rotkreuzhofes die Schleppwinde aufgestellt und ein abgeerntetes Feld als Landeplatz benutzt. Auch auf die Flugplätze in Karlstadt und Giebelstadt wich man in dieser Zeit häufig aus. Mit den Landwirten in der Umgebung von Hettstadt und Waldbüttelbrunn konnte keine Einigung zur Überlassung eines geeigneten Feldes erzielt werden. 1959 wurden erste Probeflüge nördlich des heutigen Flugplatzes Schenkenturm durchgeführt. In der Nähe der heutigen Hangars fing man auch an, eine Flugzeughalle zu bauen. Doch auch dieser Versuch, den Flugsport in Würzburg wieder zu etablieren, schlug fehl. |
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